Neue Publikationen auf LIBDOC #1

In unserer neuen Blogreihe stellen wir neue Publikationen vor, die an der WHZ aktive Forscherinnen und Forscher auf unserem Publikationsserver LIBDOC veröffentlicht haben. Zum Auftakt präsentieren wir drei neue Werke aus dem vergangenen Juni und Juli. Mit Automobilbau, wissenschaftlicher Zusammenarbeit und Demenz bilden sie zusammen ein vielfältiges Themenspektrum ab.

Wie kann die Technische Sauberkeit im Automobilbau verbessert werden?

Zwickau erfreut sich einer langen Automobilbautradition, die auch Forschung und Lehre an der Westsächsischen Hochschule prägt. Hier fügt sich die Publikation Prozesse unter der Lupe: Best Practices zur datengestützten Analyse und Optimierung der Prüfung zur Technischen Sauberkeit im Automobilbau von Niklas Nösel ein, der an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften tätig ist. Technische Sauberkeit bedeutet, dass Teile (etwa in einem Auto) so wenig verunreinigt sind, dass sie im Endprodukt sicher und fehlerfrei funktionieren.

Als Grundlage für sein wissenschaftliches Unterfangen hat Nösel eine Fallstudie an einem Autozulieferer durchgeführt; deren Ergebnisse hat er anschließend so abstrahiert, dass sie auch über den Einzelfall hinaus nutzbar sind. Entstanden ist ein praxisorientierter Leitfaden, mit dem Unternehmen ihre eigenen Prozesse zur Prüfung der Technischen Sauberkeit vereinheitlichen, bewerten und verbessern können.

Vertrauen in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit

Die internationale Zusammenarbeit zwischen Forschenden gehört zum wissenschaftlichen Alltag und trägt zu Austausch und Fortschritt bei. Allerdings wird zum Beispiel die Kooperation zwischen deutschen und chinesischen Forschenden seit einigen Jahren mit zunehmendem Misstrauen zwischen Beteiligten begleitet. Dr. Tina Paul von der Fakultät Sprachen hat sich in ihrer Publikation Framing risky ventures with trust diesem Thema gewidmet.

Schon für ihre Dissertation hatte Paul qualitative Interviews mit deutschen und chinesischen Forschern aus den MINT-Fächern (englisch: STEM) geführt und mittels systematischer Metaphernanalyse ausgewertet. Mithilfe der Daten der deutschen Forschenden zeigt sie nun, dass vertragliche Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um Vertrauen zu schaffen: Vielmehr sollte über solche Formalien hinaus das persönliche Verhältnis zwischen den Forschenden in den Mittelpunkt rücken, damit eine vertrauensbasierte wissenschaftliche Zusammenarbeit gelingen kann.

Demenz und was daran Erkrankte brauchen

Ein besonders wichtiges und im Umfeld vieler Menschen präsentes Thema ist Demenz. Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz im Landkreis Zwickau hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, Erkrankte in unserer Region stärker in die Gesellschaft zu integrieren und die Allgemeinheit über die Krankheit aufzuklären.

Dazu haben an der Allianz beteiligte Autorinnen und Autoren den Demenzwegweiser für den Landkreis Zwickau erstellt, darunter Prof. Eileen Goller von der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der WHZ. Der praktische Leitfaden erklärt leicht verständlich Anzeichen, Risikofaktoren und Bedeutung von Demenz sowie den richtigen Umgang mit Betroffenen. Zudem finden Sie dort Links und Infos zu allen wichtigen Anlaufstellen im Landkreis Zwickau – spezialisierten Arztpraxen, Krankenhäusern und Selbsthilfegruppen – und eine Anleitung zur Auswahl des passenden Pflegeangebotes.

Sind Sie wissenschaftlich an unserer Hochschule tätig und möchten auch eine Arbeit im Rahmen Ihres Fachs publizieren? kontaktieren Sie uns gerne unter openaccess@whz.de oder libdoc@whz.de!

Und wenn Sie nachschauen wollen, was bisher sonst in LIBDOC veröffentlicht worden ist, folgen Sie diesem Link.

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