Schlagwort: Winter

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    Dresden, Stadtteil Striesen Dresden, Stadtteil Striesen

     

    In jedem Winter steckt ein zitternder Frühling,
    und hinter dem Schleier jeder Nacht
    verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

    Khalil Gibran
    (1883 – 1931), eigentlich Djubran Chalil, Djabran, Djibran,
    christlich-libanesischer Dichter, Philosoph und Maler

  • Winternacht

    Wie ist so herrlich die Winternacht,
    Es glänzt der Mond in voller Pracht
    Mit den silbernen Sternen am Himmelszelt.

    Es zieht der Frost durch Wald und Feld
    Und überspinnet jedes Reis
    Und alle Halme silberweiß

    Er hauchet über dem See und im Nu,
    Noch eh` wir`s denken, friert er zu.

    So hat der Winter auch unser gedacht
    Und über Nacht uns Freude gebracht.
    Nun wollen wir auch dem Winter nicht grollen
    Und ihm auch Lieder des Dankens zollen.

    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874,
    Hochschullehrer und Dichter

    Muldenufer in Glauchau
  • Dresden3an der Elbe in Dresden

     

    Schweigende Winterwelt –
    kaum daß ein Stäubchen fällt
    vom schneeschweren Zweig.
    Flimmerndes Schneegefild’,
    spielenden Lichtes Zauberbild –
    ein kristall’nes Märchenreich.
    Flüchtender Vogel in froststarrer Höh’.
    Knirschende Schritte im tiefen Schnee.
    Ruhende Winterwelt.
    Kaum daß ein Flöckchen fällt
    vom schneeschweren Zweig.

    © Dr. Carl Peter Fröhling
    (*1933), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker