Schlagwort: Mode

  • Nähen ist Kunst – Mode in der Bibliothek

    Nähen ist Kunst – Mode in der Bibliothek

    Auch in diesem Jahr haben die Bachelor- und Master-Absolventinnen der Studienrichtung Modedesign an der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg außergewöhnliche kreative Leistungen erbracht. Ihre Abschlusskol­lektionen decken eine beeindruckende Bandbreite an Themen ab, von der Bewahrung familiärer Traditionen bis hin zu modernen gesellschaftlichen Fragestellungen. Jede Kollektion ist ein einzigartiges Statement, das die persönliche Handschrift der Designerinnen trägt und auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten ist.

    Ein gemeinsames Anliegen aller Designerinnen ist die Nachhaltigkeit, die sich in der Verwendung umwelt­freundlicher Materialien, zeitloser einzigartiger Designs und verantwortungsvoller Produktion widerspiegelt. Diese Prinzipien, ein Kernaspekt ihrer Ausbildung, wurden von jeder Absolventin auf ganz eigene Weise in ihren Kollektionen umgesetzt.

    Maria Heinisch bewahrt in ihrer Kollektion Blütezeit das Erbe ihrer Familie und verbindet traditionelle Hand­werkskunst mit zeitlosen Schnitten. Inspiriert von den ländlichen Wurzeln ihrer Ahnen, spiegelt ihre Arbeit eine tiefe Verbundenheit zur Natur und zur Familiengeschichte wider. Die nachhaltige Materialwahl und langlebigen Designs sind ein Ausdruck ihrer Wertschätzung für die Umwelt und die zukünftigen Generationen.

    Antonela Jagic kombiniert in ihrer Kollektion Traditional Identity traditionelle kroatische Trachten mit zeitge­mäßen Designelementen. Durch die Verschmelzung von historischen Symbolen und moderner Mode stärkt sie die weibliche Identität und bringt das kulturelle Erbe Kroatiens auf den Laufsteg. Die Verwendung nachhaltiger Materialien unterstreicht dabei die Verbindung von Tradition und Zukunft.

    Xenia Mühle entführt mit The lost City of Atlantis in eine tiefere, philosophische Auseinandersetzung mit dem Mythos Atlantis. Ihre Kollektion, die Unikate aus nachhaltigen Materialien umfasst, geht über bloße Mode hinaus und versteht Kleidung als Kunst, die Geschichten erzählt und den Betrachter in andere Welten führt. Sie ver­knüpft Platons Ideenwelt mit moderner Mode und schafft Unikate, die einen intimen Einblick in ihre persönliche Gedankenwelt gewähren. Die zeitlosen Stücke sind nicht nur künstlerisch, sondern auch nachhaltig gedacht.

    Sarah Oberkofler wendet sich mit In Her Image der modernen feministischen Mode zu. Ihre Kollektion feiert die Stärke und Unabhängigkeit der Frau, inspiriert von den Gewändern griechischer Göttinnen. Mit kräftigen Farben und variablen Bekleidungsformen lädt sie dazu ein, Mode als Ausdruck von Selbstbewusstsein und indi­vidueller Freiheit zu erleben. Die Kleider, die aus dem gekonnten Umgang mit dem Drapieren resultieren, lassen sich an unterschiedliche Körperformen und Looks anpassen, wodurch eine lange Nutzbarkeit gewährleistet ist.

    Nicole Schumacher widmet sich in Die vier Jahreszeiten der Verbindung von Mode und Musik. Ihre Slow-Fashion-Kollektion, inspiriert von Vivaldis Meisterwerk, bietet ein flexibles Baukastensystem für eine vielsei­tige Capsule Wardrobe. Zeitlose Designs und natürliche Materialien sorgen dafür, dass die Kollektion über viele Jahre hinweg tragbar bleibt, während sie zugleich den Geist klassischer Musik feiert.

    Leonie Gruschwitz setzt mit ihrer Masterarbeit SUITs 2.0 auf die Modernisierung des klassischen Anzugs. Durch den Einsatz innovativer, nachhaltiger Materialien und Technologien wie antibakteriellen Oberflächen kombiniert sie Tradition mit Zukunft und zeigt, dass Langlebigkeit und Eleganz im Anzug zeitlos bleiben.

    Magdalena Helaß präsentiert mit BOLD MOVE eine Herbst/Winter-Damenkollektion, die Flexibilität und Kom­fort in den Vordergrund stellt. Die Outfits, deren Flächengestaltung von eigenen Naturfotografien inspiriert wurden, sind für den Alltag entworfen und passen sich durch ein vielfältiges Layeringprinzip den wechselnden Wetterbedingungen an. Die Kombination aus natürlichen Materialien und zeitlosen eigenständigen Designs bietet eine nachhaltige Antwort auf kurzlebige Modetrends.

    Anna Straßer visualisiert in ihrer Kollektion THE 7 DEADLY SINS die sieben Todsünden in Form textiler Kunstwerke, die in eine dynamische Beziehung mit dem Träger oder der Trägerin treten. Die Verwendung des Seils als zentrales Gestaltungselement verbindet die Kollektion und thematisiert symbolhaft die einschränkende Wirkung veralteter Regelwerke auf den Menschen.

    Diese herausragenden Abschlussarbeiten, die sowohl kreative Visionen als auch ein starkes Engagement für Nachhaltigkeit zeigen, wurden im Rahmen der beeindruckenden Abschlussshow der diesjährigen Mercedes Fashion Night präsentiert, ebenso zum Tag der offenen Tür in Schneeberg. Besucherinnen und Be­sucher der Ausstellung, welche sich ab heute im Erdgeschoss der Hauptbibliothek befindet, dürfen sich auf eine Vielfalt an Mode freuen, die weit über das Gewöhnliche hinausgeht und gleichzeitig wichtige gesellschaftliche Themen aufgreift.

    Die Ausstellung kann noch bis ins neue Jahr hinein und somit auch zum Hochschulinformationstag am 09.01.2025 besucht werden. Passend dazu ist auch die Vitrine der Hauptbibliothek mit Büchern der Zweigbibliothek Schneeberg durch uns gestaltet wurden. Die Medien können ausgeliehen werden, sprechen Sie uns gerne an.

  • Modeausstellung der Bibliothek

    Modeausstellung der Bibliothek

    Die aktuelle Ausstellung in der Zwickauer Hochschulbibliothek zeigt ausgewählte Abschlussarbeiten von Absolventinnen der Studienrichtung Modedesign der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg aus den Jahren 2022 und 2023. Die im Rahmen der Bachelor- und Masterabschlussarbeiten entstandenen Modelle visualisieren die breite Palette verschiedener Designlösungen unterschiedlichster Anwendungsbereiche: von avantgardistischer Damenmode und neu interpretierten Herrenanzügen für besondere Anlässe, über das Upcycling von Textilien als Ausdruck des Protests und der eigenen Haltung gegenüber bestehenden Umweltproblemen, bis hin zu hochfunktionaler Bekleidung für spezifische Bereiche des Arbeitsalltags.

    Alle Studentinnen haben sich in ihren Projekten intensiv mit verschiedenen Problematiken unserer Zeit auseinandergesetzt und zeigen mit ihren Entwürfen gezielt mögliche Lösungen auf. Die Designstrategien hinter den entstandenen Kollektionen beschäftigen sich unter anderem mit dem Einfluss von Bekleidung auf die menschliche Psyche, funktionalen Schnitt- und Detaillösungen zur körperlichen Entlastung oder wandelbaren Modellen, die immer wieder neu kombiniert werden können und damit Nachhaltigkeit schon im Design beginnt.

    Folgende Abschlussarbeiten sind in der Ausstellung präsentiert:

    Die Ausstellung kann noch bis ins neue Jahr hinein und somit auch zum Hochschulinformationstag am 11.01.2024 besucht werden. Passend dazu ist auch die Vitrine der Hauptbibliothek mit Büchern der Zweigbibliothek Schneeberg durch uns gestaltet wurden. Die Medien können ausgeliehen werden, sprechen Sie uns gerne an.

  • Modedesign in der Hauptbibliothek

    Die Studienrichtung Modedesign präsentiert sich in der Hochschulbibliothek

    Einen Einblick in die Welt des Schneeberger Modedesigns können Zwickauer und Besucher in den Schaufenstern im Erdgeschoss der Hochschulbibliothek erleben. Die Studienrichtung Modedesign der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg zeigt dort ausgewählte Studien- und Abschlussarbeiten. Vielfältige Impulse und Designstandpunkte erzählen von der Komplexität und Diversität der Mode, vor allem aber von der Gestaltungskompetenz und kreativen Fantasie der angehenden Modedesigner.

    Zusätzlich zu der Schaufensterausstellung wurde ebenfalls die Vitrine von der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg gestaltet und mit Requisiten bestückt. Ausgestellt sind auch hier handgefertigte Studienarbeiten.

    Studienrichtung Textilkunst/Textildesign: Filzschalen von Alisa Bremer und Daniela Schieck, Papierschalen von Magdalena Sophie Orland und Klöppelstudien aus Draht und gewachstem Papier.

    Die Ausstellungen werden vermutlich bis zum Semesterende zu sehen sein.

  • Im Montagsgespräch mit Profs (8)

    Kann denn Mode „öko“ sein?
    Teil 2: Veredlung – Fluch oder Segen?

    Der Mensch hat über Jahrtausende gelernt seiner „zweiten Haut“ zusätzliche Eigenschaften zu geben. Dabei spielen modische als auch funktionale Aspekte eine Rolle. Ursprünglich war es nur möglich die vorhandenen Naturfasern mit anderen Mitteln aus der Natur zu behandeln.

    Mit der stürmischen Entwicklung der chemischen Industrie im 19. Jh. wurden und werden auch ständig neue Stoff und Materialien entwickelt, die bei ihren Einbringen in Faserstoffe den Fasern und Textilien diese neue Eigenschaften geben. Auch haben die entwickelten synthetischen Fasern zusätzlich den Textilveredler neue Aufgaben gegeben und die Entwicklung weiterer Veredlungsprodukte vorangetrieben.

    Der Verbraucher hält natürlich auch das Entwicklungsrad mit dem Wunsch nach verbesserten und neuen Eigenschaften am Laufen.

    Wie in anderen Bereichen auch war der Zusammenhang zwischen direktem Hautkontakt mit bestimmten Stoffen und gesundheitlichen Problemen lange Zeit unbekannt und rückte erst im 20 Jh. in den Fokus. Auch das umweltbewusste Handeln hat sich erst in den letzten 50 Jahren verstärkt.

    Kann man sich als Käufer und Konsument einfach auf Ökotextilien zurückziehen?

    Wo kann man im textilen Kreislauf einen ökologisch sinnvollen Ansatz finden?

    Was tut die Textilindustrie und was steckt hinter den verschiedenen
    Öko-Labels für Textilien?

    Diese und andere Fragen rund um das „Öko im Textil“ möchte ich mit ihnen diskutieren.

    Prof. Dr. rer. nat. Hardy Müller

    Plakat Prof. Hardy Müller

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Die Teilnahme können sich Studierende auf
    ihrem Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

  • Im Montagsgespräch mit Profs. (7)

    Kann denn Mode „öko“ sein?
    Teil 1: Fasern – Natur contra Chemie

    Unsere Kleidung ist unsere zweite Haut – sie schützt und wärmt. Andererseits drücken wir mit unserer Bekleidung persönlichen Stil aus, je nach Situation Individualität oder Zugehörigkeit.
    Und dann soll die Mode auch noch „öko“ sein, umweltfreundlich und sozialverträglich produziert, fair gehandelt, hautverträglich, in der Herstellung transparent und verlässlich – geht das?

    Naturfasern assoziieren Natürlichkeit. Betrachten Sie mit mir Baumwolle, die am häufigsten verwendeten Naturfaser, mit ihren Umweltproblemen und Alternativen.

    Chemiefasern scheinen der Stoff, aus dem die Träume sind:
    langlebig, robust, anpassungsfähig, pflegeleicht.

    Die unzähligen Standards für Ökotextilien weltweit unterscheiden sich  sehr in Prüftiefe, Transparenz und Ernsthaftigkeit. Diese Vielfalt verwirrt Produzenten, Händler und Verbraucher. Lernen Sie die Kriterien für einige wichtige Textil-Zertifikate kennen und beurteilen Sie die Schwierigkeiten, einen globalen Standard zu entwickeln.

     In diesem Montagsgespräch möchte ich Sie zu einer kleinen Reise entlang der „textilen Kette“  einladen. Diskutieren Sie mit über ökologisches Für und Wider.

    Scheuen Sie sich nicht, Ihre Fragen zu Textilien im Allgemeinen und Öko-Textilien im Speziellen mitzubringen.

    Frau Prof. Dr.-Ing. Kirstin Hoffmann

    plakat

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Die Teilnahme können sich Studierende auf
    ihrem Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.