Kategorie: Wissenswertes

  • Wanderausstellung in der HSB

    Vom 12. – 30. Oktober 2015 findet die Wanderausstellung

    „Sexualisierte Gewalt und Diskriminierung‘‘

    in Kooperation mit der Koordinierungsstelle und dem Gleichstellungsbereich der Westsächsischen Hochschule mit Susanne Pilath als Koordinatorin
    in der Hochschulbibliothek statt.

     Nein!

     

    ,,Im Alltag vieler Menschen, vor allem aber von Frauen, spielt sexualisierte Gewalt und Diskriminierung immer noch eine große Rolle. Auch die Universitäten und Hochschulen als Studien- und Arbeitsorte sind davon nicht ausgenommmen.

    Die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen initiiert, in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig, eine Roll-Up Ausstellung, die sich mit der Thematik „sexualisierte Gewalt und Diskriminierung an Hochschulen“ auseinandersetzt. Ziel ist es hochschulöffentlich für das Thema zu sensibilisieren und zu informieren. Zentrale Ansprechpersonen, wie Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sollen sichtbarer gemacht werden.“

    Quelle: https://www.chancengleichheit-in-sachsen.de/aktuelles/sexualisierte-gewalt-diskriminierung.html


    Bei Fragen zur Ausstellung oder bei Beratungsbedarf wenden Sie sich bitte an:

    Susann Pilath, M.A.

    Koordinatorin Gleichstellung & Professorinnenprogramm
    Rektorat


    Westsächsische Hochschule Zwickau

    Dr.-Friedrichs-Ring 2A

    08056 Zwickau


    Telefon: +49 375 536 1016

    Mail:
    Susann.Pilath@fh-zwickau.de
     —-
    oder besuchen Sie folgenden Link:

     

     

    Alle Interessenten sind recht herzlich eingeladen!

    Der Eintritt ist frei!

     

  • Was Charles Darwin geglaubt hat

    Aufbruch zu neuen Horizonten

    Einer der ersten Naturforscher, der den Wandel des Lebens auf der Erde und die Entstehung von neuen Arten durch natürliche Ursachen zu erklären versuchte, war CHARLES DARWIN. Vor mehr als 150 Jahren erschien sein wichtigstes Werk „Über die Entstehung von Arten“. Was prägte den neugierigen jungen Mann, wie wurde er vom Theologiestudenten zum Naturforscher, wie brachte er seine so unterschiedlichen Lebensaspekte als Farmer, Familienvater und Wissenschaftler zusammen? Wir wollen nachdenken über den berühmten und umstrittenen Menschen und Naturforscher, uns deutlich machen, was er selbst gesagt und geschrieben hat und was andere daraus gemacht haben.

    Darwin

    Die Lesung mit Joachim Krause zu seinem Werk
    „Was Charles Darwin geglaubt hat“
    findet am 06.10.15 um 17 Uhr in der Hauptbibliothek statt.

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Der Eintritt ist frei!

    Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
    Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

  • Erste Veranstaltung „MORD …“

    Morgen, am 29.09.2015 um 15 Uhr findet die erste Veranstaltung im neuen Semester statt.

    Herr Hans Häber stellt sein Buch „Mord an den fünf Bergingenieuren am 15 Juni 1945 auf dem Morgensternschacht III“ in der Hochschulbibliothek vor.

    Auf der Spur einer Bluttat

    Heimatgeschichte: Vor 70Jahren, in der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1945, wurden in Zwickau-Pöhlau fünf Mitglieder der Bergwerksleitung ermordet. Eine Dokumentation über den Fall wird morgen vorgestellt.

    Von Bernd Appel
    erschienen am 12.06.2015

    Zwickau. Lange ist in Zwickau und Umgebung der Mantel des Schweigens über ein blutiges Ereignis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehüllt worden. Zum Opfer fielen ihm die Bergdirektoren Arno Bretschneider, Kurt Hartung und Hans Bergmann, der Bergverwalter Herbert Bretschneider und der Reviersteiger Paul Bräunling, allesamt in der Gewerkschaft Morgenstern (zu DDR-Zeiten Steinkohlenwerk „Martin Hoop“) tätig. Sie starben vor 70 Jahren in einem Luftschutzschacht, wohl nach schwerer Misshandlung, vermutlich durch Genickschuss. So geht es aus verschiedenen Dokumenten und Schilderungen von Zeitzeugen hervor – „Freie Presse“ berichtete im September 2004 erstmals ausführlich über den Fall. Bereits 1993 war auf Betreiben von Wolfgang Bretschneider, Sohn eines der Opfer, ein Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof errichtet worden. Dort ist von einem „anarchistischen Attentat“ die Rede.

    Mit dem Fall intensiv beschäftigt hat sich in den vergangenen Jahren der Journalist Hans Häber. Der gebürtige Zwickauer ist selbst ehemaliger Bergmann. Er hat das Grubenunglück von 1960 überlebt und ist Autor des Buches „Die Explosion – in 1000 Metern Tiefe“. Bei seinen Recherchen für dieses Werk wurde er immer wieder auf das Verbrechen von 1945 angesprochen. „Die Täter waren eben keine Anarchisten, sondern KPD-Mitglieder“, sagt er.

    Häber hat mit einer Projektgruppe eine Dokumentation erstellt, die morgen in Zwickau präsentiert werden soll. Dabei sollen auch die Motive der Täter erläutert werden, als deren Rädelsführer der kommunistische Betriebsratsvorsitzende Albert Schreiner gilt. „Wir geben den Mordopfern Würde und ein Gesicht“, betont Häber. Es sollen neue Fakten präsentiert werden – unter anderem hat er Hinterbliebene befragt, in staatlichen Archiven sowie in Archiven von Institutionen, etwa von Versicherungen, recherchiert. Zwar ist bis heute unbekannt, wo die sterblichen Überreste der Toten liegen. Doch die Papiere über die Lebensversicherungen sind zum Teil noch vorhanden. Und es gibt Sterbeurkunden, in denen von „Freitod“ die Rede ist.

    Häber kritisiert die Verantwort- lichen in der Bergarbeiterstadt für ihren „stark gebremsten Willen, seit 1989 umfassend Licht ins Dunkel zu bringen beziehungsweise das Verbrechen exakt zu dokumentieren“. Dies dauere bis heute an: So hätten die Stadt Zwickau beziehungsweise Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) die schriftliche Einladung zur Mitarbeit und die Anfrage nach einem Druckkostenzuschuss abschlägig beantwortet. Rathaussprecher Mathias Merz will diese Äußerungen nicht kommentieren. „Wissen muss man aber, dass Druckkostenzuschüsse in dieser Form prinzipiell nicht gewährt werden und in den Förderrichtlinien des Kulturamtes ausgeschlossen sind. Zudem haben die Kollegen des Stadtarchivs die Recherchen Herrn Häbers unterstützt.“

    Noch in diesem Jahr soll das Buch des Journalisten unter dem Titel „Mord auf Schacht III“ erscheinen und in allen Buchhandlungen zu bekommen sein. Es soll mit Text und Bild zirka 200 Seiten umfassen und „einen wichtigen Beitrag zum 70.Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges“ leisten. Zudem plant die TU Bergakademie Freiberg nach Häbers Angaben ein Kolloquium zum Thema „Leben und Wirken der Bergingenieure Sachsens beziehungsweise Zwickaus“ , unter anderem mit Blick auf die ermordeten Bergingenieure. Hintergrund: Drei von ihnen waren Absolventen der Freiberger Bergakademie – Arno Bretschneider, Hans Bergmann und Kurt Hartung.

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Der Eintritt ist frei!

    Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
    Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

  • ZB_Scheffelstraße

    Die Zweigbibliothek Scheffelstraße hat heute, 31.08.2015 und morgen, am 01.09.2015 geschlossen. Medien können wie gewohnt auch in der Hauptbibliothek am Kornmarkt abgegeben werden. Am Mittwoch hat die Zweigbibliothek wieder geöffnet.

    Wir bitten um Verständnis!

  • Neuerwerbungen der HSB

    Wussten Sie schon, dass Sie sich in unseren Bibliothekskatalogen über die Neuwerbungen der Hochschulbibliothek informieren können? Sowohl in unserem herkömmlichen, als auch in unserem neuen Katalog finden Sie die aktuelle Neuerwerbungsliste, nach Fachgruppen untergliedert.

    Neuerwerbungen alter Katalog

    Neuerwerbungen neuer Katalog

    DSC_0076Ausgewählte Neuerwerbungen stehen in der Hauptbibliothek in einem gesonderten Regal für Sie bereit. Dieses ist im Erdgeschoss hinter den 2 Selbstverbuchungsterminals zu finden. Das Angebot wird regelmäßig erneuert.

    Außerdem wird einmal wöchentlich die „Neuerwerbung der Woche“ über den Bildschirm der Hochschulbibliothek präsentiert. Derzeit handelt es sich dabei um Stephen Hawkings Buch „Meine kurze Geschichte“

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    Erworben wird hauptsächlich studienrelevante Literatur, um unseren Bestand aktuell zu halten und Bestandslücken zu schließen. Aber auch Belletristik, Reiseführer und Hörbücher finden den Weg in den Bibliotheksbestand.

    Sollte sich einmal ein gewünschtes Medium nicht im Bibliotheksbestand finden, haben Sie die Möglichkeit uns einen „Erwerbungsvorschlag“ zu schicken. Anschließend wird die Anschaffung geprüft. Sollte dies der Fall sein, werden Sie automatisch als Erstausleiher registiert und nach dem Bestell- und Einarbeitsvorgang können Sie das gewünschte Exemplar ausleihen. Da dieser Prozess, vom Bestellvorgang bis zur Bearbeitung und anschließender Bereitstellung, einige Zeit in Anspruch nimmt, kann es 1-3 Wochen bis zur Ausleihe dauern. Bitte beachten Sie dies bei Ihrem Erwerbungsvorschlag.

    Erwerbungsvorschlag hier tätigen

    Alternativ können Sie stattdessen eine Fernleihe aufgeben. In diesem Fall würden Sie das Medium leihweise aus einer anderen Bibliothek (deutschlandweit) erhalten. Allerdings fallen dabei Kosten von 1,50€/Bestellung an. Auf diesem Wege können beispielsweise auch Aufsätze aus Fachzeitschriften bestellt werden.

  • Das erste Lehrjahr verging wie im Flug…

    Hallo!

    Ich bin Joelina Eberlein, die Auszubildende der Hochschulbibliothek. Das erste Lehrjahr neigt sich dem Ende zu und ich möchte kurz berichten, was ich im vergangenen Jahr erlebt habe…

    Mein Arbeitstag beginnt jeden Morgen mit dem Einstellen und Sortieren der Medien im 1. Obergeschoss der Hauptbibliothek. Das ist mittlerweile eine angenehme Routine für mich.Einstellen der Bücherregal1

    Danach kommen die Aufgaben des Tages an die Reihe. Das sind oft ganz unterschiedliche, da ich im vergangen Jahr bereits einige der Abteilungen der Bibliothek durchlaufen habe, unter anderem die Erwerbung, die Erschließung, den Benutzungsdienst und die Öffentlichkeitsarbeit. Somit kann ich Aufgaben aus verschiedenen Bereichen übernehmen, wie z.B. die Bearbeitung der Fernleihbestellungen, das Einarbeiten von Zeitschriften usw. Das sorgt für eine schöne Abwechslung!

    Auch in den Zweigbibliotheken Scheffelstraße und Schneeberg wurde ich schon jeweils für ein paar Wochen eingesetzt. Dort erwartete mich ein anderes Arbeitsumfeld, andere Kollegen, ein anderer Bestand – kurz gesagt viel Neues, was meine Ausbildung bereichert hat!

    Kürzlich durfte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und die Vitrine in der Hauptbibliothek – zu einem selbst gewählten Thema – gestalten. Ich entschied mich für Belletristik und Hörbücher für lange Autofahrten oder Flüge in den Urlaub. Damit möchte ich unsere Nutzer darauf aufmerksam machen, dass wir nicht ausschließlich Fachliteratur im Bestand haben, sondern auch andere Medien, die gern ausgeliehen werden können… Es lohnt sich, mal vorbeizuschauen!

    Vitrine

    Auf jeden Fall wird es mir hier nicht langweilig und ich komme jeden Tag gern auf Arbeit. Das habe ich natürlich auch meinen lieben Kollegen zu verdanken!

    Nun starte ich in mein zweites Lehrjahr und ich bin schon gespannt, was mich da so erwartet… 

     

  • Was geschah am 23. Juli 1903?

    Am 23. Juli 1903 bringt die Ford Motor Company
    das Modell A auf den US-amerikanischen Markt
    – das erste fertig produzierte Automobil.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4e/Ford_Model_A_1903.jpg

    Am 16. Juni 1903 wurde die Ford Motor Company formell ins Leben gerufen. Dies war Henry Fords zweites Unternehmen. Das erste, die Henry Ford Company, stand kurz vor der Insolvenz und die Kapitalgeber holten Henry M. Leland als Sanierer. Die Reorganisation führte zur Umbenennung des Unternehmens in Henry Ford Company. Die Zusammenarbeit funktionierte schlecht und Henry Ford verließ sein Unternehmen mit 900 Dollar in der Tasche, den Konstruktionsplänen für sein nächstes Auto und der gegenseitigen Übereinkunft, dass Ford seinen Namen weiterhin als Markennamen verwenden durfte und dass das Unternehmen den Namen erneut wechseln würde. So entstand daraus die Cadillac Motor Company. Weil sowohl Ford wie auch Leland ihr erstes Serienmodell aus Fords Entwurf ableiteten, kam es zu einer großen Ähnlichkeit zwischen dem ersten Cadillac und dem Ford Modell A.

    Das neue Auto wurde in gemieteten Räumlichkeiten an der Mack Avenue in Detroit hergestellt. Zu Beginn standen Modellnamen wie „Daisy“ (einer der Aktionäre war der Hersteller eines gleichnamigen Luftgewehrs) und „Fordmobile“ im Raum; letzterer wurde tatsächlich für kurze Zeit verwendet ehe sich „Modell A“ durchsetzte. Es war das erste Automobil, das von der neu gegründeten Ford Motor Company im Jahr 1903 produziert wurde. Dr. Ernst Pfenning aus Chicago, Illinois wurde am 23. Juli 1903 der erste Besitzer eines Modells A. 1.750 Autos von Modell A und seinem Nachfolger AC wurden von 1903 bis 1905 gebaut.

    Das Auto wurde als zweisitziger Runabout oder viersitziges Tonneau-Modell angeboten, wahlweise mit Verdeck. Der Tonneau-Aufbau mit Tür im Heck war abnehmbar. Der 2-Zylinder-Boxermotor war mittig im Fahrzeug untergebracht und erzeugte 6 Kilowatt (8 PS). Über ein 3-Gang-Planetengetriebe wurden die Hinterräder angetrieben, wie später auch im Modell T. Das Auto wog 562 Kilogramm und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h. Der Radstand war 72 Zoll (1,8 m). Es kostete 750 $ und konnte für 100 $ mit einem hinteren Sitz und einem Verdeck aus Gummi für 30 $ oder Leder für 50 $ ausgestattet werden.

    Für die Entwicklung hatte Ford fast sein gesamtes Ausgangs-Investitionskapital in Höhe von 28.000 $ ausgegeben. Auf dem Bankkonto waren nur 223,65 $ verblieben, als das erste Modell A verkauft wurde. Der Erfolg dieses Automodells brachte der Ford Motor Company Profit, Henry Fords erstem erfolgreichen Unternehmen.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ford_Modell_A

    Im Bibliotheksbestand befinden sich zahlreiche Bücher über die Automobilgeschichte, Kraftfahrzeugtechnik und auch Anwendungshilfen zur Reparatur von verschiedenen Modellen aller Automobilhersteller.

  • Erfolgreich gescheitert?

    Plakatentwurf

    Wir laden Sie herzlich zum Vortrag von Prof. Dr.-Ing. & Dipl.-Designer Rainer Hertting-Thomasius am 16.06.2015 um 17 Uhr in die Hochschulbibliothek ein.
    „Erfolgreich gescheitert?!
    – Anmerkungen zum Architekturstudium in Reichenbach“

    Der Eintritt ist frei!

    Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

    Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
    Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.

    Auch die Vitrine der Hochschulbibliothek ist zum Thema gestaltet,
    ein kurzer Halt lohnt sich!

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    Zusatzinformation: Die Ausstellung „Frühlingserwachen“ von Christian Siegel ist noch bis zum Ende diesen Monats in der Hochschulbibliothek zu sehen.

  • E-Books im Katalog?

    Blog

    Im Bibliothekskatalog sind über 25.000 E-Books zu zahlreichen Themenbereichen zu finden, studienfachbezogen sowie fachübergreifend. Der Zugriff  ist im gesamten Campusnetz, inklusive W-LAN möglich. Studenten (und natürlich auch die Mitarbeiter) haben sogar die Möglichkeit des Downloads (einzelner Kapitel), sowie die Option sich einzelne Abschnitte auszudrucken. Ein Zugriff auf die E-Books von außerhalb des Campusnetzes ist für Studenten und Mitarbeiter über eine WEB-VPN Verbindung ebenfalls zu realisieren.
    Fremdnutzer können auf die E-Books an den Bibliotheksrecherchecomputern in der Bibliothek zugreifen (ein Download ist dabei nicht möglich). Die E-Books im Bibliothekskatalog können somit von allen Besuchern kostenfrei genutzt werden, ohne Wartezeit, ohne Aufwand. Ein weiterer Vorteil ist, dass die elektronischen Medien 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche verfügbar sind.

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  • Vortrag „Kirche der Reformation“

    Blog

    Exposé zum Vortrag

    Zuerst wird die Vorgeschichte kurz aufgezeigt, als sich Luthers Reformation, die 1517 begann, wie ein politischer Sprengsatz mit Langzeitwirkung auswirkte. Das einst zutiefst Religiöse wurde rasch politisch ausgenutzt. Ursprünglich übte Martin Luther öffentliche Kritik mit seinen 95 Thesen an den bestehenden Verhältnisse der Papstkirche. Die Heilige Schrift (Bibel) wurde nicht mehr als alleinige Grundlage des Glaubens angesehen. Hätten damals nicht evangelisch gesinnte Landesherrn in diesen Glaubenskonflikt eingegriffen, wären die reformatorischen Ideen gewaltsam sowohl von der Institution Kirche als auch vom Kaiser beseitigt worden. Jedoch einige weltliche Herrscher nahmen sich aus machtpolitischen Interessen der Reformation an und führten sogar Glaubenskriege. Auf Schlachtfeldern wurde zwar die Reformation gerettet, aber eine Kirchenspaltung (Schisma) trat ein. Sowohl eine katholische als auch eine evangelische Kirche entstanden. In den evangelischen Kirchen setzten sich die Landesherren als Art Notbischof ein, um auf sie zukünftig Einfluss zu nehmen. So entstand ein landesherrliches Kirchenregiment. Die evangelischen Kirchen erhielten bestimmte staatliche Zuwendungen und auch Privilegien, die vertraglich festgehalten wurden. Diese Symbiose von Staat und Kirche endete nach dem 1. Weltkrieg.

    Im Mittelpunkt des Vortrages stehen dann die DDR-Staatsleistungen. Die Regierung hielt an den alten juristischen Vereinbarungen fest – aber nicht im vollen Umfang. Die Landeskirchen nahmen diese Gelder und Vergünstigen des atheistischen Staates ohne Hinterfragungen an, ob dafür überhaupt biblische Grundlagen bestehen. Die regelmäßigen Zahlungen gehörten mit zum guten Staat-Kirche-Verhältnis. Dieser Status quo sollte erhalten bleiben und so wurde sogar von einer „Kirche im Sozialismus“ gesprochen. Das Sprichwort schien zuzutreffen: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“

    Jedoch staatlicherseits wurden diese Gelder politisch benutzt, um eine infamen Kirchenpolitik zu betreiben. Zwar wurde stets für die Öffentlichkeit behauptet, dass nach der Verfassung volle Glaubens- und Gewissensfreiheit garantiert sind und die ungestörte Religionsausübung unter dem Schutz der Republik steht. Aber für die SED-Machthaber gehörte Kirche zu einer überholten Gesellschaftsordnung und musste konspirativ bekämpft werden. Somit wurden die finanziellen Zuwendungen planmäßig und systematisch auch dafür eingesetzt, der Kirche zu schaden, sie zu unterwandern, zu zersetzen und den Menschen den Glauben auszutreiben (z.B. Jugendweihe). Dafür wurden im gesamten DDR-Machtapparat extra Kirchenabteilungen mit geschulten Personal eingerichtet, die die Vorgaben der SED umsetzen mussten.

    Jedoch in den 1980er Jahren begannen immer mehr Bürger öffentlich Kritik an den real existierenden DDR-Verhältnissen und Menschenrechtsverletzungen zu üben. Sie konnten sich größtenteils unter dem Dach der evangelischen Kirche in Basisgruppen versammeln und gemeinsame Aktionen planen. Sie wollten die DDR verbessern, menschlicher machen und reformieren. Somit entwickelte sich innerhalb der staatlich unterstützten Kirche ein politischer Sprengsatz. Immer mehr Menschen beriefen sich auf biblische Aussagen – wie z.B. Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. 1989 gingen von diesen Basisgruppen wesentliche Impulse der Friedlichen Revolution aus. Wie durch ein Wunder wurden biblische Werte politisch umgesetzt und gewaltfrei ist das DDR-Regime beendet worden.

    Einmal wird der Vortrag unterschiedliche Facetten der DDR-Staatsleistungen und auch peinliche Auswüchse dokumentieren. Andermal wird aufgezeigt, wie sowohl Staat als auch Kirche gegen Kritiker, die bestehende Missstände verändern wollten, vorgingen.

    Dr. Edmund Käbisch

    Kooperation: „Verband politisch Verfolgter des Kommunismus e.V.“ (VPVDK)

    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum

    PowerPoint-Vortrag
    zu den
    DDR-Staatsleistungen an die evangelische Kirche

     von Pfarrer Dr. Edmund Käbisch

    am Dienstag, den 19. Mai 2015 um 17 Uhr
    in der Hochschulbibliothek Zwickau, der Eintritt frei!

    Die Teilnahme können sich Studierende auf ihrem
    Nachweisbogen zum Studium generale eintragen lassen.